KI im Marketing: Einsatz, Google-Regeln, Urheberrecht und Fragen an die Agentur

KI-Werkzeuge schreiben Entwürfe, liefern Varianten und werten Daten aus. Sie erfinden aber auch Fakten, werfen Rechtefragen bei Bildern auf und machen Seiten austauschbar. Diese Seite trennt, wo KI im Marketing hilft und wo nicht, was Google zu KI-Inhalten schreibt, was zu Urheberrecht und Kennzeichnung belegt ist und welche Fragen Sie jeder Agentur stellen sollten, uns eingeschlossen. Stand 14. Oktober 2026.

Handgezeichnete Abfolge von Pfeilen und einem Kalender auf Papier mit einem Stift, Gekritzel unleserlich
Erst der Plan auf Papier, dann entscheidet man, welche Schritte KI vorbereitet.

Wonach gesucht wird

Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Keyword Difficulty, KD, Skala 0 bis 100; CPC = geschätzter Klickpreis). Es sind Schätzwerte eines Keyword-Tools.

SuchbegriffSuchen pro MonatKDCPC
ki werbung480132,05 €
ki seo480484,29 €
ki marketing390732,72 €
ki im marketing390882,89 €
ki seo agentur2602211,40 €
ki marketing agentur110133,19 €
ki content erstellen2082,43 €

„ki marketing“ (KD 73) und „ki im marketing“ (KD 88) sind groß und sehr schwer. „ki werbung“ hat bei KD 13 ebenso viele Suchen wie „ki seo“ (KD 48). „ki seo agentur“ hat mit 11,40 € den höchsten geschätzten Klickpreis, bei „ki marketing agentur“ sind es 3,19 € bei KD 13.

Wo KI im Marketing hilft und wo nicht

AufgabeHier hilft KIHier ist die Grenze
RechercheThemen und Kundenfragen sammeln, Material ordnenQuellen und Zahlen selbst prüfen
Entwürfe und VariantenAnzeigentexte, Betreffzeilen und Überschriften in mehreren FassungenTatsachenbehauptungen: Unwahre Angaben können eine Werbung irreführend machen (§ 5 UWG)
BilderStimmungsbilder und IllustrationenKeine erfundenen Referenzfotos, keine echten Personen oder Orte vortäuschen
AuswertungBerichte aus Kampagnendaten, Muster erkennenZahlen aus der Quelle nehmen, nicht aus der Zusammenfassung
KundenstimmenDie Bitte um eine Bewertung formulierenGefälschte Bewertungen und die Behauptung echter Bewertungen ohne Prüfung gehören laut UWG-Anhang (Nr. 23b, 23c) zu den stets unzulässigen Handlungen gegenüber Verbrauchern
Redaktionstisch mit ausgedruckten Textseiten, Textmarkern und einem Laptop, an dem eine Person von hinten arbeitet, Text unleserlich
KI-Entwürfe landen auf dem Redaktionstisch: Ein Mensch prüft jede Aussage.

Was Google zu KI-erzeugten Inhalten schreibt

  • Wer KI-generierte Inhalte nutzt, muss die Grundlagen der Google Suche und die Spamrichtlinien einhalten. Generative KI kann bei Recherche und Struktur helfen (Search Central, zuletzt aktualisiert am 7. Oktober 2026).
  • Viele Seiten ohne Mehrwert zu erzeugen kann gegen die Spamrichtlinie zu massenhaft generierten Inhalten verstoßen, unabhängig von der Art der Erstellung (zuletzt aktualisiert am 2. September 2026).
  • Google empfiehlt, KI-generierte Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit zu prüfen, auch Titel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte, und anzugeben, wie ein Inhalt erstellt wurde.

Wie Inhalte für KI-Antworten aufgebaut sein können, steht auf der Seite Inhalte für KI-Antworten schreiben. Platzierungen sagen wir nicht zu.

Urheberrecht, Bildrechte und Kennzeichnung

ThemaWas belegt istWas offen bleibt
Schutz von KI-ErgebnissenWerke sind nur persönliche geistige Schöpfungen (§ 2 Abs. 2 UrhG). Die BRAK geht für KI-Text im Grundsatz von fehlendem Schutz aus (Stand Dezember 2024)Fälle mit starker menschlicher Gestaltung. Logos nicht allein von KI entwerfen lassen, wenn Sie Schutz brauchen
Rechte DritterLaut BRAK kann KI-Text Urheberrechte Dritter verletzen. Das BSI nennt als Auswahlkriterium, wofür Ausgaben genutzt werden dürfenNutzungsbedingungen des Anbieters zur gewerblichen Nutzung lesen
Bilder von PersonenBildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden (§ 22 KunstUrhG)Wie KI-Bilder zu bewerten sind, die echten Personen ähneln, ist eine Rechtsfrage
KennzeichnungArt. 50 Abs. 4 der KI-Verordnung: Betreiber legen Deepfakes offen, also KI-erzeugte oder manipulierte Bilder, Töne oder Videos, die existierenden Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und fälschlich als echt erscheinen würden. Entsprechendes gilt für veröffentlichte Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren sollen, außer bei menschlicher Prüfung und redaktioneller VerantwortungOb gewöhnliche Werbung darunter fällt, ist nicht belegt (Stand 14.10.2026, spätere Änderungen sind nicht geprüft)

Das ist keine Rechtsberatung. Aus Transparenzgründen sagen wir es offen: Die Fotos auf dieser Seite sind mit einem KI-Bildmodell erzeugt und zeigen keine echten Personen oder Orte.

Fragen an jede Agentur, uns eingeschlossen

  • Wo setzen Sie KI ein, wo bewusst nicht?
  • Wer prüft Fakten, Zahlen und Zitate vor der Veröffentlichung?
  • Welche Werkzeuge und Nutzungsbedingungen gelten, und werden meine Kundendaten in KI-Werkzeuge eingegeben?
  • Wie werden KI-Bilder gekennzeichnet, und werden echte Orte oder Personen vorgetäuscht?
  • Wie vermeiden Sie viele ähnliche Seiten ohne Mehrwert?
  • Wem gehören die Ergebnisse, und was gilt bei Vertragsende?

Wie wir mit diesen Fragen umgehen, besprechen wir im Erstgespräch. Weitere Prüffragen stehen auf den Seiten KI-Berater und KI-Agentur auswählen und KI-SEO- oder GEO-Agentur auswählen. Regeln für den Einsatz im eigenen Betrieb beschreibt die Seite KI-Richtlinie und Governance.

Häufige Fragen

Darf ich KI-Texte auf meiner Website veröffentlichen?›
Google lässt KI-erzeugte Inhalte zu, wenn sie die Grundlagen der Suche und die Spamrichtlinien einhalten, und empfiehlt, sie vorher auf Richtigkeit zu prüfen. Viele Seiten ohne Mehrwert können gegen die Spamrichtlinie verstoßen.
Muss ich KI-Bilder kennzeichnen?›
Das lässt sich nicht pauschal sagen: Art. 50 Abs. 4 der KI-Verordnung verlangt von Betreibern die Offenlegung bei Deepfakes (Stand 14.10.2026). Zeigen Sie erfundene Bilder nicht als echte Referenzfotos. Keine Rechtsberatung.
Gehören mir KI-erzeugte Bilder und Texte?›
Das Gesetz kennt als Werke nur persönliche geistige Schöpfungen (§ 2 Abs. 2 UrhG), die BRAK geht bei KI-Text im Grundsatz von fehlendem Schutz aus. Prüfen Sie die Nutzungsbedingungen des Anbieters.
Schneidet KI-Content bei Google schlechter ab?›
Google nennt als Maßstab den Mehrwert für Nutzer, nicht die Art der Erstellung. Eine Aussage zu Platzierungen machen wir nicht.

Stand: 14. Oktober 2026

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