Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Keyword Difficulty, KD, Skala 0 bis 100; CPC = geschätzter Klickpreis). Es sind Schätzwerte eines Keyword-Tools.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | KD | CPC |
|---|---|---|---|
| ki für anwälte | 260 | 45 | 3,08 € |
| ki für steuerberater | 170 | 39 | 2,11 € |
| ki kanzlei | 50 | 56 | 2,66 € |
| ki steuerberater | 10 | 45 | 1,74 € |
Die Begriffe sind klein und mit KD 39 bis 56 mittelschwer bis schwer. „ki für anwälte“ hat 260 Suchen, „ki für steuerberater“ 170, ohne „für“ sind es nur 10. Gesucht wird hier vermutlich vor allem die Frage, was erlaubt ist.
Verschwiegenheit: Normen und Hinweise der Kammern
| Norm | Inhalt in Kürze |
|---|---|
| § 43a Abs. 2 BRAO, § 57 Abs. 1 StBerG | Die Verschwiegenheit bezieht sich auf alles, was in Ausübung des Berufs bekannt geworden ist |
| § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB | Wer als Rechtsanwalt oder Steuerberater unbefugt ein fremdes Geheimnis offenbart, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft |
| § 203 Abs. 3 und 4 StGB | Geheimnisse dürfen mitwirkenden Personen zugänglich gemacht werden, soweit erforderlich. Strafbar ist auch, nicht für deren Verpflichtung zur Geheimhaltung zu sorgen |
| § 43e BRAO, § 62a StBerG | Dienstleister: Zugang nur soweit erforderlich, sorgfältige Auswahl, Vertrag in Textform mit Verpflichtung zur Verschwiegenheit, bei Leistungen im Ausland vergleichbarer Schutz, bei Leistungen für ein einzelnes Mandat Einwilligung des Mandanten |
- BRAK (Stand Dezember 2024): Vertrauliche Mandanteninformationen gehören nur unter den Voraussetzungen des § 43e BRAO zu KI-Anbietern. Wenn möglich sollen nur abstrakte Anfragen gestellt und Dokumente vorher vollständig anonymisiert werden. Die Übermittlung von Mandatsgeheimnissen an Sprachmodelle sei nach dem Stand der Technik nicht erforderlich. Für den Zugang genügt, dass der Anbieter Kenntnis nehmen könnte.
- BStBK (Stand 27. Januar 2026, Rechtsstand Juli 2025): Bei öffentlich zugänglicher KI dürfen ohne Einwilligung des Mandanten keine Daten eingegeben werden, die Rückschlüsse auf Mandanten zulassen, außer die Voraussetzungen des § 62a StBerG sind erfüllt. Ob § 62a Abs. 5 beim Einsatz von KI in einem einzelnen Mandat greift, sei nicht zweifelsfrei zu beantworten. Daher Einwilligung einholen oder anonymisieren und pseudonymisieren.

Typische Einsätze und die nötige Prüfung
| Einsatz | Was dazugehört |
|---|---|
| Recherche und Zusammenfassung | Ohne Mandatsbezug formulieren oder anonymisieren, Fundstellen in der Primärquelle prüfen. Das Kammergericht Berlin hielt Anwälte an, mit KI verfasste Schriftsätze zu prüfen, nachdem ein Schriftsatz erfundene Rechtsprechungszitate enthielt (BRAK-Meldung vom 8. Juni 2026 zum Beschluss vom 20. November 2025, 17 WF 144/25). |
| Entwurf von Schreiben und Schriftsätzen | Entwurf mit Endkontrolle: Nach der BRAK ist die eigenverantwortliche Überprüfung der KI-Ergebnisse in jedem Fall erforderlich |
| Belege, Datenextraktion, Vorprüfung | Die BStBK-FAQ nennt Belegverarbeitung, Datenextraktion und Vorprüfung von Steuererklärungen als automatisierbar. Das Vier-Augen-Prinzip bleibt |
| Mandatsaufnahme und Posteingang | Anfragen nach Themen sortieren, Checklisten vorbereiten. Laut BStBK prüft eine Person jede automatisierte Auswertung vor der Annahme |
| Chatbot oder Auto-Responder | Laut BRAK gilt ein höherer Sorgfaltsmaßstab, es darf nicht der Eindruck entstehen, eine anwaltliche Prüfung sei nicht nötig. Hinweis auf die KI nach Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (Stand 14.10.2026, spätere Änderungen sind nicht geprüft) |
Haftung, Versicherung und Information der Mandanten
- Haftung: Die BRAK verlangt die eigene Überprüfung der KI-Ergebnisse, um Fehler und haftungsrechtliche Folgen zu vermeiden. Nach der BStBK entbinden KI-Werkzeuge nicht von der beruflichen Verantwortung.
- Versicherung: Die BRAK weist darauf hin, dass ab einem gewissen Automatisierungsgrad fraglich sein kann, ob noch eine anwaltliche Tätigkeit vorliegt, mit möglichen Folgen für Steuer und Deckung der Berufshaftpflicht. Fragen Sie vor dem Einsatz Ihren Versicherer.
- Information der Mandanten: Nach BRAK (Dezember 2024) und BStBK (Januar 2026) besteht keine ausdrückliche berufsrechtliche Pflicht, über den KI-Einsatz zu informieren. Fließen personenbezogene Mandantendaten an einen KI-Dienst, ist nach der BStBK datenschutzrechtlich zu informieren (Art. 13 DSGVO). Die BStBK nennt die Lage im Fluss und hält Information, wenn Mandantendaten betroffen sind oder die KI das Ergebnis beeinflusst hat, zumindest auf Nachfrage für ratsam.
Keine Rechtsberatung: Die Papiere von BRAK und BStBK sind Hilfestellungen mit festem Stand und ersetzen die Prüfung im Einzelfall, im Zweifel fragen Sie Ihre Kammer. Zu Daten und Verträgen siehe KI und Datenschutz im Unternehmen, zu Regeln im Haus KI-Richtlinie und Governance. Aus Kanzlei und Steuerbüro liegt uns keine Referenz zu KI vor, zu Webauftritt und Marketing gibt es die Seiten für Rechtsanwälte und Steuerberater.
Häufige Fragen
Darf ich Mandantendaten in ChatGPT eingeben?›
Muss ich Mandanten sagen, dass ich KI einsetze?›
Wer haftet für Fehler einer KI?›
Darf KI Schriftsätze schreiben?›
Stand: 14. Oktober 2026



