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Vertriebspartner für Solarbetriebe: Kooperationen, Lead-Übergabe und Verträge

Neben Website und Anzeigen kommen Aufträge über Partner: Elektrobetriebe, Energieberater, Hausverwaltungen oder Dachdecker, die Kunden kennen, bevor ein Solarbetrieb sie erreicht. Eine Kooperation trägt, wenn Aufgaben, Übergabe und Vergütung vorab klar sind. Diese Seite zeigt Partnertypen, einen Übergabeablauf und, was im Handelsvertreterrecht des HGB steht.

Hände eines Elektrikers arbeiten an einem Zählerschrank
Ein Elektrobetrieb kennt Zählerschrank und Kunden. Eine Kooperation kann daraus Anfragen für Photovoltaik machen.

Wonach gesucht wird

Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Schätzwerte). KD = Keyword Difficulty, 0 bis 100; CPC = geschätzter Google-Klickpreis.

SuchbegriffSuchen pro MonatKDCPC
photovoltaik vertrieb11091,24 €
photovoltaik leads kaufen110714,21 €
solar vertrieb7081,30 €

„photovoltaik vertrieb“ und „solar vertrieb“ sind klein und leicht (KD 9 und 8), dahinter können auch Bewerber für Vertriebsstellen stehen, das ist eine Deutung. Auffällig ist der geschätzte Klickpreis von 14,21 € für „photovoltaik leads kaufen“ gegenüber 1,24 € für „photovoltaik vertrieb“: Für die Suche nach gekauften Leads wird deutlich mehr geboten. Partner sind ein anderer Weg zu Anfragen.

Vier Partnertypen und was sie einbringen

PartnerBringt einBraucht von IhnenKlären Sie vorab
ElektrobetriebKundenkontakt, Kenntnis der HausinstallationKlare Aufgabenteilung bei Installation und AnmeldungWer ist Vertragspartner, wer haftet für welchen Teil
EnergieberaterBeratung zu Sanierung und FörderungTechnische Unterlagen, nachvollziehbare AngeboteWie bleibt die Beratung unabhängig, wie wird die Vergütung offengelegt
HausverwaltungZugang zu EigentümergemeinschaftenEntscheidungsvorlagen, fester AnsprechpartnerWie wird eine Vergütung für Eigentümer erkennbar
DachdeckerDachsanierungen, bei denen Photovoltaik sinnvoll sein kannAbstimmung der Termine und der Zuständigkeit am DachGewährleistung am Dach, Reihenfolge der Arbeiten
Whiteboard mit farbigen Haftnotizen in Spalten als Vertriebspipeline
Eine gemeinsame Übersicht zeigt Partnern, wo ihre Empfehlung steht.

Für Empfehlungen gegen Vergütung gilt zusätzlich: Nach § 5a Abs. 4 UWG handelt unlauter, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt (Stand 14.10.2026, weitere Voraussetzungen im Gesetz). Mehr zur Zielgruppe: Mehrfamilienhaus und Mieterstrom.

Lead-Übergabe: so bleibt sie transparent

  1. Einwilligung des Kunden einholen, die Ihren Betrieb als Empfänger nennt (Art. 6 Abs. 1 Buchst. a DSGVO: Einwilligung für bestimmte Zwecke)
  2. Übergabeformular: Kontakt, Anliegen, Dach und Verbrauch, Datum der Einwilligung
  3. Reaktionszeit vereinbaren und einhalten
  4. Statusmeldung an den Partner: Termin vereinbart, Angebot, Auftrag oder Absage
  5. Abrechnung nach einer vorab festgelegten Regel, mit Beleg

Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, keine Empfehlung für eine Provisionshöhe: Ein Partner übergibt 20 Anfragen. Bei einer Terminquote von 40 % sind das 8 Termine, bei einer Abschlussquote von 25 % sind es 2 Aufträge. Bei einer angenommenen Provision von 1.000 € je Auftrag zahlen Sie 2.000 €, also 1.000 € pro Auftrag, zuzüglich Ihres eigenen Aufwands. Vergleichen Sie diesen Wert mit Ihren anderen Quellen im Lead-Rechner.

Handelsvertreter nach HGB: was im Gesetz steht

Auszüge aus §§ 84 ff. HGB (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 14.10.2026). Ob eine Partnerschaft darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab:

VorschriftInhalt
§ 84Handelsvertreter ist, wer als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Selbständig ist, wer seine Tätigkeit im Wesentlichen frei gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann
§ 85Jede Seite kann verlangen, dass der Vertragsinhalt in eine unterzeichnete Urkunde aufgenommen wird, dieser Anspruch ist nicht ausschließbar
§ 86aDer Unternehmer stellt die nötigen Unterlagen zur Verfügung und teilt unverzüglich mit, ob er einen vermittelten Auftrag annimmt oder ablehnt
§ 87aDer Provisionsanspruch entsteht, sobald und soweit der Unternehmer das Geschäft ausgeführt hat. Eine abweichende Vereinbarung ist möglich, der Vertreter hat dann mit der Ausführung Anspruch auf einen angemessenen Vorschuss
§ 89Bei unbefristeten Verträgen gelten Kündigungsfristen von einem Monat im ersten, zwei Monaten im zweiten, drei Monaten im dritten bis fünften Jahr und sechs Monaten danach, zum Monatsende, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen ist
§ 89bNach Vertragsende kann unter Voraussetzungen ein Ausgleichsanspruch bestehen. Er ist im Voraus nicht ausschließbar und binnen eines Jahres geltend zu machen

Keine Rechtsberatung. Lassen Sie Partnerverträge von einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt prüfen, bevor Sie sie verwenden.

Zusammenarbeit prüfen

  • Gebiet und Leistungen: Wer vermittelt wo was?
  • Exklusivität: Gilt sie, und für wie lange?
  • Daten: Wem gehören Kontakt- und Auftragsdaten, wie lange werden sie gespeichert?
  • Qualität: Wie werden Anfragen geprüft und Reklamationen behandelt?
  • Ende: Wie wird gekündigt, was geschieht mit laufenden Vorgängen?

Wie sich Partner von gekauften Leads unterscheiden, zeigt die Seite Photovoltaik Leads kaufen. Aus dem Bereich Vertriebspartnerschaften liegt uns keine veröffentlichte Referenz vor. Wie es weitergeht: die Pipeline im Solar-Vertrieb.

Häufige Fragen

Wann ist ein Partner Handelsvertreter?›
Nach § 84 HGB, wenn er selbständig und ständig damit betraut ist, für Sie Geschäfte zu vermitteln oder abzuschließen. Ob das auf Ihre Partnerschaft zutrifft, prüft ein Fachanwalt.
Darf ich Partnern eine Provision zahlen?›
Das hängt vom Partner ab. Für Handelsvertreter regelt das HGB die Provision, bei Verwaltungen oder Beratern können eigene Regeln gelten, und ein kommerzieller Zweck ist nach § 5a Abs. 4 UWG erkennbar zu machen, wenn er sich nicht aus den Umständen ergibt. Das ist keine Rechtsberatung.
Wie viele Partner sollte ich am Anfang haben?›
Eine feste Zahl gibt es nicht. Beginnen Sie mit wenigen, damit Sie Übergabe und Rückmeldung sauber führen können.
Kann ein Partner Kundendaten ohne Einwilligung weitergeben?›
Die Weitergabe braucht eine Rechtsgrundlage. Die einfachste ist eine Einwilligung, die den empfangenden Betrieb nennt.

Stand: 14. Oktober 2026

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