Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Keyword Difficulty, KD, Skala 0 bis 100; CPC = geschätzter Klickpreis). Es sind Schätzwerte eines Keyword-Tools.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | KD | CPC |
|---|---|---|---|
| mitarbeiterbindung | 500 | 28 | 1,83 € |
| mitarbeiterfluktuation | 390 | 19 | 1,08 € |
| onboarding checkliste | 320 | 18 | 1,65 € |
| exit interview | 210 | 14 | 5,21 € |
| onboarding mitarbeiter | 90 | 23 | 1,83 € |
| fachkräftemangel lösungen | 70 | 23 | 2,20 € |
| mitarbeiter halten | 40 | 13 | 1,82 € |
„Mitarbeiterbindung“ ist mit 500 Suchen der große Begriff und mit KD 28 mittelschwer. Leichter und fast so groß sind „mitarbeiterfluktuation“ (KD 19) und „onboarding checkliste“ (KD 18). „Fachkräftemangel lösungen“ ist klein: Halten ist eine Lösung, daneben stehen Recruiting, Ausbildung und Weiterbildung.
Onboarding mit Checkliste
| Zeitpunkt | Aufgabe | Grundlage |
|---|---|---|
| Vor dem ersten Tag | Arbeitsmittel, Zugänge, Ansprechperson und Einarbeitungsplan festlegen | Eigene Planung |
| Spätestens am ersten Arbeitstag | Niederschrift mit Namen und Anschrift der Vertragsparteien, Arbeitsentgelt und Arbeitszeit aushändigen | § 2 Abs. 1 NachwG |
| Vor Aufnahme der Tätigkeit | Unterweisung zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz | § 12 ArbSchG |
| Spätestens am siebten Kalendertag | Niederschrift mit Beginn, Arbeitsort, Tätigkeit und Probezeit | § 2 Abs. 1 NachwG |
| Spätestens einen Monat nach Beginn | Niederschrift mit den übrigen Angaben, etwa Urlaub, Fortbildung, Kündigung, Tarifverträge | § 2 Abs. 1 NachwG |
| Probezeit | Gespräch vor Ablauf, höchstens sechs Monate, zwei Wochen Kündigungsfrist | § 622 Abs. 3 BGB |
| Praktikanten | Vertragsbedingungen unverzüglich, spätestens vor Aufnahme der Tätigkeit niederlegen | § 2 Abs. 1a NachwG |
Die Niederschrift kann nach dem Nachweisgesetz unter Bedingungen in Textform erfolgen, in den Wirtschaftsbereichen nach § 2a Abs. 1 SchwarzArbG gilt diese Erleichterung nicht (§ 2 Abs. 1 Satz 6 NachwG). Dazu gehören zum Beispiel das Baugewerbe, das Gebäudereinigungsgewerbe und das Wach- und Sicherheitsgewerbe. Bei Auszubildenden gelten §§ 11 und 20 BBiG, siehe Azubi-Recruiting. Das ist keine Rechtsberatung. Quellen: gesetze-im-internet.de, Stand 13. Oktober 2026.

Rückmeldung und Gespräche
| Anlass | Frage | Folge |
|---|---|---|
| Nach der ersten Woche | Was war unklar, was fehlt? | Fehlendes noch in der Woche klären |
| Vor Ende der Probezeit | Wie sehen Sie Ihre Aufgaben, was erwarten wir? | Entscheidung offen und früh besprechen |
| Einmal im Jahr | Wo möchten Sie in einem Jahr stehen? | Weiterbildung oder Aufgaben konkret planen |
| Nach einem Konflikt | Was ist passiert, was ändern wir? | Zusagen mit Datum notieren |
Ein Gespräch hilft nur, wenn Zusagen folgen. Notieren Sie Termine und prüfen Sie sie. Erinnerungen lassen sich einrichten, siehe Termine und Erinnerungen automatisieren.
Entwicklung: Weiterbildung mit Förderung
Die Bundesagentur für Arbeit kann die Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer fördern (§ 82 SGB III). Zu den Voraussetzungen gehören unter anderem: Die Maßnahme dauert mehr als 120 Stunden, Maßnahme und Träger sind zugelassen, der Berufsabschluss liegt in der Regel mindestens zwei Jahre zurück. Arbeitgeber in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten können einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt von 75 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts erhalten, und bei weniger als 50 Beschäftigten soll von einer Kostenbeteiligung an den Lehrgangskosten abgesehen werden. Von der Förderung ausgeschlossen sind Maßnahmen, zu denen der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist (§ 82 Abs. 1 bis 3 SGB III, Stand 13. Oktober 2026).
Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur bietet eine Qualifizierungsberatung für Unternehmen an. Ob Ihre Maßnahme gefördert werden kann, klärt er im Einzelfall. Auch einen etwaigen Anspruch auf vom Arbeitgeber bereitgestellte Fortbildung nennt das Nachweisgesetz als Angabe in der Niederschrift.

Abgänge verstehen
- Ein freiwilliges Gespräch zum Abschied anbieten: Was war der Anlass, was hätte geholfen?
- Gründe sachlich notieren und über mehrere Abgänge auswerten, nicht aus einem einzelnen Fall ableiten
- Auf Muster achten: Aufgabe, Führung, Bezahlung, Entwicklung, Arbeitszeit, Weg zur Arbeit, Zeitpunkt der Kündigung
- Personenbezogene Notizen sparsam halten und nach Ihrem Löschkonzept entfernen
- Aus Erkenntnissen Maßnahmen ableiten und im Team sagen, was sich ändert
Wie Sie mit Bewertungen von Ehemaligen umgehen, steht auf der Seite Employer Branding. Was ein Weggang kostet, rechnen Sie mit eigenen Zahlen: Anzeigen, Einarbeitung, Ausfallzeit und die Zeit, die das Team für die Suche und das Einarbeiten braucht. Eine Branchenzahl nennen wir nicht. Halten Sie außerdem fest, wie lange Mitarbeiter im Schnitt bei Ihnen bleiben, gerechnet aus Ihren eigenen Daten: Eine sinkende Verweildauer ist ein Signal, auch bevor jemand kündigt.
Häufige Fragen
Wie lange darf die Probezeit dauern?›
Muss ich den Arbeitsvertrag schriftlich ausstellen?›
Hilft ein Mitarbeitergespräch wirklich?›
Gibt es Förderung für Weiterbildung im Betrieb?›
Stand: 13. Oktober 2026



