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Digitale Speisekarte: Webseite statt PDF, QR-Code-Aufsteller und Gäste ohne Handy

Eine digitale Speisekarte ist nur dann ein Gewinn, wenn Gäste sie am Handy schnell lesen können und Sie sie ohne Aufwand pflegen. Diese Seite vergleicht Webseite und PDF, beschreibt den QR-Code-Aufsteller am Tisch, nennt, was für Gäste ohne Handy zu tun ist, und führt die Pflichtangaben auf, die auch online gelten.

Smartphone vor einem Tischaufsteller mit abstraktem schwarzweißem Muster auf einem Restauranttisch, auf dem Display Gruppen aus grauen Balken statt Text
Der Aufsteller führt zur Karte, die Karte muss am Handy ohne Zoomen lesbar sein.

Wonach gesucht wird

Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Keyword Difficulty, KD, Skala 0 bis 100; CPC = geschätzter Klickpreis). Es sind Schätzungen eines Keyword-Tools.

SuchbegriffSuchen pro MonatKDCPC
digitale speisekarte320221,60 €
speisekarte online erstellen210101,17 €
online speisekarte140191,10 €
qr code speisekarte110191,23 €
speisekarte qr code50231,20 €

Am häufigsten wird „digitale speisekarte“ gesucht (320, KD 22), gefolgt von „speisekarte online erstellen“ (210, KD 10) und „online speisekarte“ (140, KD 19). Die Begriffe mit QR-Code sind kleiner (110 und 50) und mit KD 19 und 23 mittelschwer. Die Begriffe überschneiden sich, die Zahlen lassen sich deshalb nicht addieren.

Webseite statt PDF

Ein PDF übernimmt das Layout der Druckkarte. Eine Karte als Seite im Web passt sich der Breite des Bildschirms an. Beides ist möglich, die Unterschiede im Überblick:

KriteriumWebseite (Text)PDF
Lesbarkeit am HandyZeilen passen sich der Bildschirmbreite anFestes Seitenformat, oft nur durch Zoomen lesbar
VergrößernText lässt sich vergrößern, ohne seitlich zu scrollenBeim Vergrößern muss häufig seitlich gescrollt werden
OrientierungAbschnitte mit Sprungmarken, Suche im BrowserSuche im PDF-Betrachter, meist keine Sprünge zu Abschnitten
PflegeGericht oder Preis in einem Eingabefeld ändernDatei neu erzeugen, hochladen, alte Datei ersetzen
PflichtangabenHinweise direkt am Gericht oder als FußnoteWie bei der Druckkarte, aber im festen Layout

Laut Google-Hilfe kann Google Speisekartendaten von Ihrer Unternehmenswebsite so transkribieren, dass sie im Profil angezeigt werden. Sie können die Einträge bearbeiten oder die Funktion ausschalten (Menü-Editor, Stand 13. Oktober 2026). Als technischer Maßstab für Webtexte gilt WCAG 2.1 (W3C, Stand 13. Oktober 2026): normaler Text mit einem Kontrast von mindestens 4,5:1 zum Hintergrund (Kriterium 1.4.3, Stufe AA) und vergrößerbar bis 200 Prozent ohne Verlust von Inhalt oder Funktion (Kriterium 1.4.4). Prüfen Sie Ihre Karte mit einem Kontrastprüfer und mit der Zoom-Funktion des Browsers.

Smartphone auf einem Holztisch zeigt eine abstrakte Speisekarten-Seite mit Abschnitten aus grauen Balken und einer Sprungleiste, daneben ein Wasserglas
Abschnitte mit Sprungleiste sind am Handy schneller zu erreichen als eine lange Seite.

QR-Code-Aufsteller und Gäste ohne Handy

  • Am Tisch: ein Aufsteller mit dem Code, einem kurzen Satz wie „Speisekarte ansehen“ und der Adresse zusätzlich als Text
  • Der Code führt direkt zur Speisekarte, nicht zur Startseite
  • Test vor dem Druck mit mehreren Handys, im Abendlicht und bei Kerzenschein, Einzelheiten im Beitrag QR-Code für die Speisekarte
  • Eine gedruckte Karte für Gäste ohne Handy, mit leerem Akku oder ohne Netz, die niemand erst erbitten muss
  • Das Team weiß, wo die Karte liegt, und liest bei Bedarf vor
Gedruckte Speisekarte aus grauen Balken und ein Smartphone mit abstrakter Seite liegen nebeneinander auf einem Restauranttisch, daneben ein Glas und eine Serviette
Gedruckte und digitale Karte ergänzen sich, wenn beide aus derselben Quelle stammen.

Pflichtangaben und Anbieterwahl

Digital ändert nichts an den Pflichten (Stand 13. Oktober 2026, keine Rechtsberatung):

  • Allergene: Eine Online-Karte kann die Angaben enthalten, wenn Gäste sie unmittelbar und leicht erreichen. Ein Hinweis beim Gericht oder ein Aushang sagt dann, wo sie stehen (§ 4 Abs. 3 LMIDV).
  • Preise: § 13 Abs. 2 PAngV nennt für das Preisverzeichnis drei Formen (anbringen, auf Tischen auslegen, vor der Bestellung vorlegen) und verlangt zusätzlich ein Verzeichnis der wesentlichen Speisen und Getränke neben dem Eingang. Einen QR-Code erwähnt der Wortlaut nicht. Ob er genügt, klären Sie mit der zuständigen Behörde. Mit einer gedruckten Karte am Tisch entfällt die Frage.

Einzelheiten stehen auf der Seite Allergene und Preise. Wenn Sie ein Tool eines Anbieters einsetzen, helfen diese Fragen. Wir bewerten hier keine Anbieter:

  • Liegt die Karte unter einer Adresse, die Ihnen gehört, oder unter der des Anbieters?
  • Können Sie Gerichte, Preise und Allergene selbst ändern, und wie schnell ist die Änderung sichtbar?
  • Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO), und welche Dienstleister setzt der Anbieter ein?
  • Wird beim Öffnen der Karte etwas im Endgerät gespeichert, und braucht es dafür eine Einwilligung (§ 25 TDDDG)?
  • Können Sie Ihre Daten exportieren und wechseln, ohne die QR-Codes neu zu drucken?
  • Ist die Karte mit Zoom und Screenreader nutzbar?
  • Welche laufenden Kosten fallen an, und was geschieht bei Kündigung?

Wie sich Print und Online verbinden lassen, zeigt der Bereich Print und Online verbinden. Die Karte im Google-Profil beschreibt die Seite Google-Profil für Restaurants.

Häufige Fragen

Reicht ein PDF als digitale Speisekarte?›
Es genügt als Anfang. Besser lesbar und leichter zu pflegen ist die Karte als Seite im Web, siehe die Tabelle oben.
Brauche ich einen Anbieter für die digitale Karte?›
Nicht zwingend. Eine Seite auf Ihrer Website mit Textfeldern für Gerichte kann genügen. Ein Anbieter kann sich lohnen, wenn mehrere Standorte oder Sprachen gepflegt werden, vergleichen Sie ihn dann anhand der Fragen oben.
Müssen Gäste ohne Handy eine gedruckte Karte bekommen?›
Der Wortlaut von § 13 Abs. 2 PAngV nennt Anbringen, Auslegen und Vorlegen, einen QR-Code nennt er nicht. Eine gedruckte Karte am Tisch erspart Rückfragen. Das ist keine Rechtsberatung.
Wie schnell sind Änderungen sichtbar?›
Auf einer eigenen Seite sofort. Im Google-Profil dauert es laut Google-Hilfe 24 bis 48 Stunden, bis Änderungen an der Speisekarte in Maps und Suche zu sehen sind.

Stand: 13. Oktober 2026

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