Speisekarte online erstellen heißt nicht, ein PDF hochzuladen. Es heißt, die Karte als Seite auf der eigenen Website anzulegen, sie per QR-Code an den Tisch zu bringen und im Google-Profil zu hinterlegen. Nach diesem Beitrag kennen Sie die Reihenfolge, die Prüfpunkte je Schritt und die Pflichtangaben, die auch online gelten.
Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026; Schätzwerte.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Wettbewerb (KD) |
|---|---|---|
| speisekarte online erstellen | 210 | 10 |
Das Suchvolumen ist klein, die Absicht ist konkret: eine Karte, die am Handy lesbar ist und sich ohne Druckerei ändern lässt. Die ersten Treffer sind vor allem Vorlagen-Generatoren und Druckereien; eine Anleitung von der eigenen Website bis zum Google-Profil fehlt dort.
Erst die Form festlegen: Seite statt PDF
Ein PDF übernimmt das Layout der gedruckten Karte, muss am Handy aber gezoomt werden. Eine Anbieter-Karte liegt auf einer fremden Plattform und gehört Ihnen nur, solange der Vertrag läuft. Eine Karte als Seite auf der eigenen Website passt sich dem Bildschirm an, lässt sich in Minuten ändern und kann von Google gelesen werden. Den Vergleich nach Ladezeit, Orientierung und Pflege finden Sie auf der Cluster-Seite Digitale Speisekarte: Webseite statt PDF. Empfehlung: Karte als Seite unter einer festen Adresse wie /speisekarte, dazu optional ein PDF. Wer die gedruckte Karte ohnehin neu macht, legt beides aus einer Quelle an, siehe Exposé, Speisekarte, Preisliste gestalten lassen.

Speisekarte online erstellen: sieben Schritte mit Prüfpunkt
- Gerichteliste als Tabelle anlegen: Name, Beschreibung, Endpreis, Abschnitt, Allergene, Zusatzstoffe, Kennzeichnung wie vegetarisch. Prüfpunkt: kein Feld ist leer.
- Abschnitte und Reihenfolge festlegen, wie in der gedruckten Karte. Prüfpunkt: Die Reihenfolge folgt dem Ablauf eines Essens, nicht der Küchenorganisation.
- Seite unter einer festen Adresse anlegen, zum Beispiel /speisekarte, mit Sprungmarken. Prüfpunkt: Die Adresse ändert sich bei Updates nicht, sonst wird jeder gedruckte QR-Code ungültig.
- Texte als echten Text eintragen, nicht als Bild. Prüfpunkt: Die Karte lässt sich im Browser durchsuchen und ohne Zoom-Sperre vergrößern.
- Pflichtangaben einbauen: Allergene je Gericht oder als Fußnoten-System, Zusatzstoffe, Endpreise. Prüfpunkt: Die Angaben stehen auf derselben Seite, nicht nur in einem PDF.
- Fotos nur dort, wo sie etwas zeigen, einheitlich groß und komprimiert. Prüfpunkt: Testaufruf im Mobilfunknetz vom Parkplatz statt vom WLAN.
- Veröffentlichen, QR-Code auf die Adresse erzeugen, Link im Google-Profil eintragen, Datum auf die Seite schreiben. Prüfpunkt: Eine zweite Person liest am Handy und gleicht die Preise mit der Kasse ab.
Die Adresse der Karte ist die wichtigste Entscheidung. Alle QR-Codes auf Aufstellern, Fensteraufklebern und Flyern zeigen auf sie. Legen Sie sie kurz, sprechend und dauerhaft an und richten Sie bei einem Relaunch eine Weiterleitung ein.
Aufbau der Seite: was wohin gehört
| Element | Inhalt | Prüfkriterium |
|---|---|---|
| Kopf | Name des Lokals, Stand mit Datum, Hinweis auf Allergene | Datum ist jünger als die letzte Preisänderung |
| Sprungmarken | Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts, Getränke, Tageskarte | Jeder Abschnitt ist mit einem Tipp erreichbar |
| Gericht | Name, kurze Beschreibung, Endpreis, Kennzeichnungen | Preis steht direkt beim Namen, nicht in einer entfernten Spalte |
| Tageskarte, Saisonblatt | Eigener Abschnitt mit Zeitraum | Abgelaufene Gerichte sind entfernt, nicht nur durchgestrichen |
| Allergene, Zusatzstoffe | Legende am Anfang oder Ende, Kürzel je Gericht | Legende und Kürzel stimmen überein |
| Fuß | Öffnungszeiten, Reservierung, Link zum PDF, Hinweis für Gäste ohne Handy | Links funktionieren im Browser des Handys |
Wer die ganze Website neu aufsetzt, plant die Karte als eigene Seite im Seitenbaum ein; welche weiteren Seiten ein Lokal braucht, steht im Beitrag Restaurant-Website erstellen.
Pflichtangaben gelten auch online
Für Speisen und Getränke ohne Verpackung müssen Allergene bereitgestellt werden, das regeln die Lebensmittel-Informationsverordnung der EU und die deutsche Durchführungsverordnung (LMIV, LMIDV). Preise sind als Endpreise anzugeben (Preisangabenverordnung), Zusatzstoffe kenntlich zu machen (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung). Stand der Nennung: 2. November 2026. Das ist keine Rechtsberatung. Für die Online-Karte folgt daraus: Die Angaben gehören auf die Seite selbst, in derselben Fassung wie gedruckt, und werden bei jeder Änderung mitgezogen. Einzelheiten und offene Fragen für die Lebensmittelaufsicht fasst die Seite Allergenkennzeichnung und Preisangaben zusammen; wie das Team am Tisch Auskunft gibt, steht im Beitrag Gäste fragen nach Allergenen.
QR-Code am Tisch, im Fenster und auf dem Flyer
Der QR-Code ist nur ein Link in Bildform. Erzeugen Sie ihn direkt auf die feste Adresse der Karte, nicht über einen fremden Kurzlink-Dienst, der Werbung einblenden oder verschwinden kann. Unter den Code gehört die Adresse in Klartext. Am Tischaufsteller steht er auf beiden Seiten, im Fenster neben den Öffnungszeiten, auf Flyern mit eigenem Parameter, damit Sie Scans je Quelle unterscheiden können. Größe, Platz und Testablauf stehen im Beitrag QR-Code auf der Speisekarte: Größe, Platzierung, Test, die Messung je Quelle auf der Seite Print und Online verbinden.
Google-Menü: die Karte im Unternehmensprofil
Viele Gäste sehen Ihre Karte zuerst in Google Maps. Laut Google-Hilfe (Stand 2. November 2026) gibt es im Unternehmensprofil für Gastronomiebetriebe drei Wege: einen Link zur Speisekarte unter den Kontaktangaben, den Menü-Editor mit Abschnitten, Gerichten, Beschreibung und Preis, und den Fototab für Fotos oder PDFs der Karte. Google kann Speisekartendaten außerdem von Ihrer Website übernehmen; falsche Einträge lassen sich bearbeiten, die Übernahme ausschalten. Änderungen erscheinen laut Hilfe 24 bis 48 Stunden später in Maps und Suche.
- Link zur Speisekarte eintragen: die feste Adresse der Seite, nicht die Startseite.
- Menü-Editor mit der Stammkarte füllen, in denselben Abschnitten wie auf der Website.
- Übernahme von der Website prüfen: Was Google von Ihrer Seite gelesen hat, mit der Kasse abgleichen.
- Tageskarte nicht im Editor führen, weil die Verzögerung laut Google-Hilfe (24 bis 48 Stunden, Stand 2. November 2026) dafür zu lang ist; sie bleibt auf der Website.
- Alte Speisekarten-Fotos von Gästen zur Entfernung melden, wenn sie überholte Preise zeigen.
Weitere Felder des Profils, die für Lokale zählen, stehen auf der Seite Google Unternehmensprofil Restaurant: Karte, Links.

Pflege und Berlin-Praxis
Eine Online-Karte ist nur dann besser als Papier, wenn sie aktueller ist. Das gelingt mit einer Zuständigkeit und einem festen Ablauf: Gericht und Preis festlegen, Allergene zuordnen, Seite ändern, Datum setzen, zweite Person prüft, Google-Menü nachziehen. Wie Stammkarte, Saisonblatt und Tageskarte dabei zusammenspielen, steht im Beitrag Saisonkarte und Tageskarte aktuell halten. Kann niemand im Haus die Seite ändern, ist die Karte nach wenigen Monaten veraltet. Klären Sie das vor dem Bau, siehe Website Wartung: Leistungen, Vertrag, Backups.
In Kiezen mit vielen Gästen aus dem Ausland, etwa rund um die Oranienstraße in Kreuzberg oder die Weserstraße in Neukölln, ist eine zweite Sprachfassung oft wichtiger als ein Foto je Gericht. Als Seite ist das einfach: dieselbe Gerichteliste, Sprachwechsel oben; als PDF wären es zwei Dateien. Welche Suchanfragen in diesem Teil der Stadt zählen, beschreibt die Seite Marketing in Friedrichshain-Kreuzberg. Anders die Mittagsgastronomie an Pendlerorten wie Oranienburg, Bernau oder Falkensee: Dort gehört die Tageskarte mit Datum ganz oben auf die Seite, das Google-Profil führt nur die Stammkarte. Gesucht wird nach Mustern wie „Mittagstisch Oranienburg“ oder „Restaurant Berlin Mitte Speisekarte“; beantworten kann das nur eine Karte, auf der Ort und Gerichte als Text stehen. Mehr dazu im Beitrag Restaurant-Marketing: Ideen für Berlin.
Typische Fehler
- Die Karte ist ein Foto oder ein eingescanntes PDF: nicht durchsuchbar, nicht vergrößerbar, für Google unlesbar.
- Die Adresse der Karte ändert sich beim Relaunch, die QR-Codes auf allen Aufstellern führen ins Leere.
- Preise werden auf der Website geändert, aber nicht im Google-Menü oder an der Kasse.
- Allergene stehen nur in der gedruckten Karte, online fehlt die Legende.
- Die Tageskarte steht im Google-Menü und ist dort bis zur nächsten Übernahme durch Google falsch.
- Fotos in Originalgröße: Die Seite lädt im Mobilfunknetz zu langsam.
- Kein Datum auf der Seite, niemand weiß, ob die Karte noch gilt.
Wer die gedruckte Karte gleich mit erneuert, findet den Ablauf im Beitrag Speisekarte neu gestalten: sieben Schritte; Fotos für beide Fassungen behandelt die Seite Essen fotografieren: Food-Fotos für Restaurants.
Wir legen Ihre Karte als Seite auf Ihrer Website an, mit Sprungmarken, Pflichtangaben, QR-Code und Google-Menü, und richten den Pflegeweg so ein, dass Ihr Team Preise selbst ändert. Jetzt Erstgespräch vereinbaren.
