Wer eine Website erstellen lassen will und nach den Kosten fragt, bekommt meist eine Spanne von einigen hundert bis zu fünfstelligen Beträgen. Das hilft wenig. Dieser Beitrag zeigt, welche Posten den Preis bestimmen, wie Sie Angebote Position für Position vergleichen und welche Kosten nach dem Start weiterlaufen.
Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026; Schätzwerte.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Wettbewerb (KD) |
|---|---|---|
| website erstellen lassen kosten | 480 | 17 |
| was kostet eine website | 480 | 27 |
| firmenwebsite erstellen | 170 | 48 |
„website erstellen lassen kosten“ meint den Auftrag an Dritte, „was kostet eine website“ schließt das Selbermachen ein. Hier geht es um den Auftrag an eine Agentur oder einen Freelancer; bei der Wahl hilft die Seite Webdesign Agentur oder Freelancer.
Warum es für „eine Website“ keinen Listenpreis gibt
Eine Website ist kein Produkt mit Stückpreis, sondern eine Summe aus Arbeitsstunden, Lizenzen und Inhalten. Zwei Betriebe erhalten deshalb Angebote, die sich um ein Vielfaches unterscheiden, obwohl beide „eine Firmenwebsite“ bestellt haben. Der Unterschied liegt selten im Design, sondern in der Seitenzahl, darin, wer die Texte schreibt, woher die Bilder kommen, welche Funktionen eingebaut werden und was nach dem Start zu tun ist.
Preisspannen aus dem Netz beziehen sich auf unterschiedliche Umfänge und nennen selten Datum und Quelle. Wir nennen deshalb keine Spannen, sondern die Posten, aus denen jedes seriöse Angebot besteht.

Website erstellen lassen: Kosten in acht Posten
Diese Posten bestimmen in fast jedem Website-Projekt den Preis. Die dritte Spalte nennt, womit Sie den Posten klein halten.
| Kostentreiber | Was dahintersteckt | Was den Preis senkt |
|---|---|---|
| Umfang und Konzept | Zahl der Seiten, Seitentypen, Sprachen, Anfrageweg | Seitenbaum und Ziel vor dem Angebot festlegen |
| Design | Individuelles Layout oder angepasste Vorlage, Logo vorhanden oder neu | Bestehendes Corporate Design mitliefern |
| Texte | Wer schreibt, Umfang je Seite, Korrekturrunden | Rohtexte und Fachwissen liefern, Runden begrenzen |
| Bilder und Video | Eigene Fotos, Fototermin, Stockbilder, Bearbeitung | Vorhandene Fotos sichten, einen Fototermin bündeln |
| Technik | System, Formulare, Buchung, Rechner, Shop, Schnittstellen | Nur Funktionen mit messbarem Zweck bestellen |
| SEO | Struktur, Texte je Suchbegriff, Ortsseiten, Weiterleitungen | Suchbegriffe vor dem Seitenbaum klären, Ortsseiten gezielt |
| Recht | Impressum, Datenschutz, Einwilligungen, Barrierefreiheit | Früh klären, Kontrast und Struktur von Anfang an mitdenken |
| Pflege | Hosting, Domain, Updates, Backups, Inhaltspflege | Wartungsvertrag mit festem Umfang statt Einzelaufträgen |
Wie ein Angebot diese Posten ausweisen sollte, steht ausführlicher auf der Seite Was kostet eine Website? Kostentreiber und Angebot.
Umfang: Seitenzahl ist nicht gleich Seitenzahl
„Fünf Seiten“ klingt nach wenig. Entscheidend ist, welche Seiten gemeint sind. Eine Startseite mit sechs Abschnitten, Referenzen und Formular kostet mehr Arbeit als drei Textseiten zusammen. Und eine Leistungsseite, die bei Google gefunden werden soll, braucht einen eigenen Suchbegriff und eigene Bilder. So ist die Website von Zulassungsheld Berlin aufgebaut: eine Seite pro Anliegen, von Anmeldung bis Kurzzeitkennzeichen. Mehr Seiten, aber jede mit klarem Zweck.
In Berlin kommt die Fläche dazu. Gesucht wird nach „Elektriker Pankow“ oder „Polsterei Köpenick“, nicht nur nach der Leistung; für Betriebe aus Handwerk und Bau gilt das besonders. Ein Betrieb in Reinickendorf, dessen Kunden auch aus Hennigsdorf und Oranienburg kommen, braucht womöglich Ortsseiten für den Nordrand und das Umland. Jede davon ist ein Posten. Legen Sie vor dem Angebot fest, welche Bezirke und Umlandorte Aufträge bringen, statt alle zwölf Bezirke zu bestellen. Welche Seiten ein kleiner Betrieb überhaupt braucht, zeigt der Beitrag Website für kleine Unternehmen.
- Startseite mit Abschnitten, Referenzen und Anfrageweg: der aufwendigste Seitentyp
- Leistungsseiten: eine je Leistung, die eigenständig gesucht wird
- Ortsseiten: nur für Bezirke und Umlandorte mit echten Aufträgen
Texte und Bilder: der unterschätzte Posten
Viele Angebote sind günstig, weil Texte und Bilder fehlen: Sie sollen beides liefern. Tun Sie das nicht, verzögert sich das Projekt oder der Posten wird nachgestellt. Klären Sie vorher: Wer schreibt, wie viele Korrekturrunden sind enthalten, woher kommen die Bilder. Wie Sie Rohtexte vorbereiten, zeigt der Briefing-Bogen für Website-Texte; wenn Sie selbst schreiben wollen, der Beitrag Website-Texte schreiben.
Eigene Fotos vom Betrieb und von Projekten wirken stärker als Stockbilder. Ein gebündelter Fototermin ist meist günstiger, als für jede Seite Stockbilder zu lizenzieren. Fehlt ein Logo oder liegt es nur unscharf vor, kommt ein Posten dazu; siehe Logo-Kosten.
SEO, Recht und Pflege: Kosten nach dem Start
Eine Website kostet nach dem Start weiter, und genau das fehlt in vielen Erstangeboten. Fragen Sie, was enthalten ist und was hinzukommt:
- Domain und Hosting: wer schließt den Vertrag ab und auf wessen Namen
- Updates und Backups: wie oft, wer prüft danach, ob die Seite läuft
- Inhaltspflege: Öffnungszeiten, Referenzen, Preise, Stellenanzeigen
- SEO nach dem Start: neue Seiten, Ratgeber, Search Console
- Zugänge: Domain, Hosting, System und Google-Konten auf Ihren Namen
Läuft die Domain auf die Agentur, hängen Sie bei jedem Wechsel von ihr ab. Warum, erklärt der Beitrag Domain und Hosting: Die Zugangsdaten gehören Ihnen. Was ein Wartungsvertrag enthalten sollte, steht auf der Seite Website Wartung und Pflege; für die Suchmaschinenarbeit gilt dieselbe Umfangslogik, siehe SEO Kosten.
Zum Recht nur allgemein: Eine geschäftliche Website braucht Impressum und Datenschutzerklärung (Digitale-Dienste-Gesetz, Datenschutz-Grundverordnung). Ob sie zusätzlich unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fällt, hängt von Angebot und Unternehmensgröße ab (Stand 2. November 2026). Das ist keine Rechtsberatung. Klären Sie es vor dem Angebot, denn nachträgliche Barrierefreiheit ist teurer; Überblick auf der Seite Website, Barrierefreiheit und BFSG.

Angebote vergleichen: Checkliste mit Prüfkriterium
Erst wenn alle acht Punkte in jedem Angebot denselben Umfang haben, sagt die Endsumme etwas aus.
- Seitenbaum. Prüfkriterium: Jede Seite steht mit Namen im Angebot, von der Startseite bis zu den Pflichtseiten.
- Texte. Prüfkriterium: Pro Seite steht „Text durch Agentur“ oder „Text durch Kunde“, dazu die Zahl der Korrekturrunden.
- Bilder. Prüfkriterium: Fototermin, Stockbilder oder Kundenmaterial sind je Seite zugeordnet, Lizenzkosten stehen dabei.
- Funktionen. Prüfkriterium: Formulare, Rechner, Buchung und Schnittstellen sind einzelne Posten, nicht „inklusive“.
- SEO. Prüfkriterium: Suchbegriffe je Seite, Titel und Beschreibungen, Weiterleitungen und Search Console sind genannt.
- Abnahme. Prüfkriterium: Smartphone, Tablet und Desktop sind als Testschritt aufgeführt, die Ladezeit wird gemessen.
- Laufende Kosten. Prüfkriterium: Hosting, Domain und Wartung stehen getrennt vom Projektpreis, mit Laufzeit und Kündigungsfrist.
- Eigentum. Prüfkriterium: Das Angebot nennt den Inhaber der Domain und die Übergabe aller Zugänge bei Projektende.
Beispiel, angenommen: Angebot A nennt eine Pauschale für „Website mit acht Seiten“. Angebot B ist teurer, listet aber Texte für acht Seiten, einen Fototermin, drei Ortsseiten und die Abnahme auf drei Geräten auf. Fragen Sie bei A jeden fehlenden Posten nach. Erst dann ist das günstigere Angebot wirklich das günstigere.
Typische Fehler
- Nur die Endsumme vergleichen, ohne die Posten auf denselben Umfang zu bringen
- Texte und Bilder als „liefern wir selbst“ zusagen und dann monatelang nicht liefern
- Alle Berliner Bezirke als Ortsseiten bestellen, obwohl Aufträge aus drei Bezirken kommen
- Funktionen bestellen, die niemand nutzt: Chat, Newsletter, Mitgliederbereich ohne Plan
- Laufende Kosten übersehen, Domain und Hosting auf die Agentur laufen lassen
- Den Relaunch ohne Weiterleitungen der alten Adressen bestellen und Rankings verlieren
- Kein Ziel festlegen und deshalb Anfragen nie messen
Ob sich der Preis lohnt, entscheidet die Zahl der Anfragen über die Seite. Der Website-Rechner rechnet aus Anfragen, Abschlussquote und Auftragswert, wann sich ein Projekt trägt. Für die Auswahl in Berlin hilft der Beitrag Webdesign-Agentur Berlin, für den Ablauf unsere Leistungsseite Webdesign.
Wir legen mit Ihnen Seitenbaum, Texte, Bilder und laufende Kosten fest, bevor ein Preis im Raum steht. Jetzt Erstgespräch vereinbaren.
