Ein Google-Unternehmensprofil ist kein Eintrag, den man einmal anlegt, sondern ein Satz von Feldern, die Google beim lokalen Ranking einzeln bewertet. Wer sein Google-Unternehmensprofil optimieren will, geht deshalb Feld für Feld vor: Dieser Beitrag nimmt die Felder der Reihe nach durch, nennt zu jedem ein Prüfkriterium und endet mit einem Monatsplan. Danach wissen Sie, welche Angabe fehlt, welche falsch ist und was Sie als Nächstes ändern.
Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026; Schätzwerte.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Wettbewerb (KD) |
|---|---|---|
| google unternehmensprofil optimieren | 90 | 17 |
| google maps ranking verbessern | 90 | 16 |
Beide Begriffe meinen dasselbe Ziel: nach vorn in Maps und im Kartenblock der Suche. Den Überblick über Profil, Website und Verzeichnisse gibt der Local-SEO-Leitfaden für Berlin und Umland; hier geht es nur um das Profil. Die knappe Schrittfolge für den Einstieg steht auf der Leistungsseite Google-Unternehmensprofil optimieren: Schritt für Schritt.
Was Google beim Maps-Ranking bewertet
Google nennt drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz (passende, vollständige Angaben im Profil), Entfernung (zwischen Suchort und Standort oder Einsatzgebiet) und Bekanntheit (Bewertungen, Erwähnungen im Web, Sichtbarkeit der Website). Eine bessere Position lässt sich nicht kaufen (Quelle: Google-Hilfe „So verbessern Sie das lokale Ranking Ihres Unternehmens“, Stand 2. November 2026).
Für Berlin heißt das: Wer in Reinickendorf sitzt, konkurriert bei „Gebäudereinigung Berlin Reinickendorf“ mit Betrieben aus Wittenau, Tegel und Hermsdorf, nicht mit ganz Berlin. Entfernung können Sie nicht ändern, Relevanz und Bekanntheit schon.

Google-Unternehmensprofil optimieren: die Felder und ihr Prüfkriterium
Name, Adresse, Telefon
Der Name ist der Firmenname wie am Eingang und im Impressum, ohne angehängte Leistungen oder Orte. Zusätze wie „Schlüsseldienst Berlin 24h“ verstoßen gegen die Google-Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen und können zur Sperrung führen (Stand 2. November 2026). Adresse und Telefon müssen mit Website und Verzeichnissen übereinstimmen; den Abgleich beschreibt der Beitrag NAP-Konsistenz. Prüfkriterium: zeichengleich auf Website, Impressum und Profil.
Kategorien
Die Hauptkategorie ist das wichtigste Relevanzsignal. Sie beschreibt das Kerngeschäft, nicht die Branche: „Heizungsinstallateur“ statt „Handwerker“. Weitere Kategorien ergänzen Sie nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten (Quelle: Google-Hilfe, Stand 2. November 2026). Prüfkriterium: Suchen Sie Ihre Hauptleistung mit Bezirk, etwa „Zahnarzt Berlin Pankow“, und vergleichen Sie Ihre Hauptkategorie mit der der drei Betriebe im Kartenblock. Weicht sie ab, haben Sie meist die Ursache gefunden.
Leistungen und Beschreibung
Im Feld „Leistungen“ legen Sie je Kategorie einzelne Leistungen an. Die Beschreibung ist laut Google-Hilfe auf 750 Zeichen begrenzt (Stand 2. November 2026): Was Sie tun, für wen, wo, seit wann. Keine Links, keine Preisaktionen. Prüfkriterium: Jede Leistung mit eigener Seite auf der Website steht auch im Profil.
Öffnungszeiten und Einsatzgebiet
Feiertage und Betriebsferien pflegen Sie als Sonderöffnungszeiten, wie im Beitrag Öffnungszeiten und Feiertage im Google-Profil pflegen beschrieben. Betriebe ohne Ladengeschäft blenden die Adresse aus und tragen ein Einsatzgebiet ein, zum Beispiel Berlin plus Oranienburg, Hennigsdorf und Velten; die Schritte stehen auf der Seite Einsatzgebiet im Google-Profil für Unternehmen ohne Laden. Prüfkriterium: Zeiten stimmen mit Tür und Website überein, das Einsatzgebiet enthält nur bediente Orte.
Fotos
Google empfiehlt JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB und mindestens 720 × 720 Pixel (Quelle: Google-Hilfe „Fotos und Videos im Unternehmensprofil“, Stand 2. November 2026). Wichtiger ist die Auswahl: Außenansicht mit Eingang, Innenräume, Team, Ergebnisse; keine Stockbilder. Motive und Reihenfolge erklärt der Beitrag Google-Profil-Fotos: Auswahl und Regeln. Prüfkriterium: Das jüngste eigene Foto ist nicht älter als drei Monate.
Beiträge
Beiträge sind kurze Meldungen im Profil: neue Leistung, Saisonangebot, geänderte Zeiten. Sie zeigen, dass das Profil gepflegt wird, und verlinken auf die passende Seite. Einen Rhythmus, der sich durchhalten lässt, zeigt der Beitrag Google-Unternehmensprofil-Beiträge planen. Prüfkriterium: Der letzte Beitrag ist nicht älter als vier Wochen.
Fragen und Antworten
Jeder kann im Profil Fragen stellen und beantworten, auch Fremde. Stellen Sie die häufigsten Fragen selbst ein und beantworten Sie sie als Inhaber: Parkplatz, Termine, Zahlungsarten, Einzugsgebiet. Mehr dazu im Beitrag Fragen und Antworten im Google-Profil nutzen. Prüfkriterium: Keine offene Frage ist älter als eine Woche.
Bewertungen
Google verbietet, Bewertungen zu kaufen, gegen Rabatt zu tauschen oder nur zufriedene Kunden gezielt zu bitten (Quelle: Google-Richtlinien für Rezensionen, Stand 2. November 2026). Erlaubt ist, jeden Kunden nach dem Auftrag zu fragen, etwa per Link oder QR-Code; den Ablauf zeigt Google-Bewertungen sammeln: Ablauf, QR-Code, Regeln, Formulierungen liefert der Beitrag Antworten auf Google-Bewertungen. Prüfkriterium: Jede Bewertung, auch die gute, hat binnen einer Woche eine Antwort.
Ein Prüfkriterium ist nur dann eines, wenn es mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. „Profil gepflegt“ ist keines, „letztes Foto jünger als drei Monate“ schon. Gehen Sie die Kriterien einmal im Monat durch.
Reihenfolge für ein bestehendes Profil
- Zugriff klären: Wer ist Inhaber, wer darf verwalten? Prüfkriterium: Sie bearbeiten das Profil ohne fremde Hilfe.
- Dubletten suchen: Firmenname in Maps eingeben, alte Standorte melden. Prüfkriterium: genau ein Profil je Standort.
- Name, Adresse, Telefon mit Website und Impressum abgleichen. Prüfkriterium: zeichengleich.
- Hauptkategorie gegen die Top 3 Ihrer wichtigsten Suche mit Bezirk prüfen. Prüfkriterium: Sie beschreibt das Kerngeschäft.
- Leistungen und Beschreibung eintragen, Website-Link auf die passende Seite setzen. Prüfkriterium: Jede Leistungsseite ist abgebildet.
- Öffnungszeiten, Sonderzeiten und Einsatzgebiet setzen. Prüfkriterium: Zeiten stimmen mit der Tür überein.
- Zehn eigene Fotos hochladen, fünf Fragen selbst einstellen, ersten Beitrag veröffentlichen. Prüfkriterium: Außen, innen, Team, Ergebnis sind abgedeckt.
- Bewertungsablauf einführen und Statistik notieren: Anrufe, Routen, Klicks. Prüfkriterium: Sie haben einen Ausgangswert.

Typische Fehler
- Keywords im Firmennamen („Malermeister Müller Berlin günstig“), die gegen die Google-Richtlinien verstoßen
- Hauptkategorie zu allgemein, etwa „Dienstleister“ statt „Steuerberater“
- Einsatzgebiet auf ganz Brandenburg gesetzt, obwohl nur der Norden Berlins und Oranienburg bedient werden
- Fotos nur vom Logo oder aus Bilddatenbanken, keine Außenansicht mit Eingang
- Bewertungen werden nur beantwortet, wenn sie negativ sind, oder mit Rabatt belohnt
- Feiertage fehlen als Sonderöffnungszeiten, das Profil zeigt „geöffnet“ an Pfingstmontag
- Das Profil wird einmal eingerichtet und danach nie wieder geöffnet
Berlin und Umland: Bezirk, Einsatzgebiet, Pendler
Berliner suchen mit Bezirk oder Ortsteil: „Physiotherapie Berlin Charlottenburg“, „Autowerkstatt Spandau“. Das Profil hilft dabei nur über Standort und Einsatzgebiet; die Bezirksnennung gehört auf die Website, etwa auf eine Seite wie die für das Einzugsgebiet Berlin-Reinickendorf. Ein Handwerksbetrieb aus Oranienburg, der in Berlin arbeitet, trägt die nördlichen Bezirke als Einsatzgebiet ein. Umgekehrt pendeln viele Kunden aus Bernau, Falkensee und Potsdam in die Stadt; ein Profil nahe S-Bahn oder Regionalbahn gewinnt bei ihnen über die Entfernung zum Arbeitsort.
Beispiel aus unseren Referenzen: Für den Kfz-Zulassungsdienst Zulassungsheld in Berlin-Wittenau sind Website und Profil auf Berlin und das Umland bis 25 Kilometer ab Stadtgrenze ausgerichtet; das Profil steht bei 5,0 Sternen aus 49 Google-Bewertungen (Stand der Referenzseite). Entscheidend war, dass jede Leistung eine eigene Seite hat und das Profil darauf verweist.
Monatsplan: vier Wochen, vier Aufgaben
- Woche 1: Bewertungen und Fragen beantworten, Statistik notieren (Anrufe, Routen, Klicks)
- Woche 2: Ein neues Foto und ein Beitrag, Öffnungszeiten für kommende Feiertage prüfen
- Woche 3: Name, Adresse, Telefon stichprobenartig in drei Verzeichnissen prüfen
- Woche 4: Hauptsuche mit Bezirk eingeben, eigene Position im Kartenblock notieren
Messen: siehe Local SEO messen; was das Profil mit dem Ranking der Website zu tun hat, im Beitrag Google-Ranking verbessern. Reicht die Zeit im Betrieb nicht, übernehmen wir die Pflege im Rahmen von Local Marketing und Reputation Management.
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