Eine Bewerbung per Nachricht senkt die Hürde: kein Anschreiben, kein Formular. WhatsApp wirft aber Fragen zum Datenschutz auf. Dieser Beitrag zeigt Einrichtung, Ablauf und die Hinweise einer Datenschutzaufsicht.
Wonach gesucht wird
Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026 (Schätzwerte eines Keyword-Tools).
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Wettbewerb (KD) | CPC |
|---|---|---|---|
| bewerbung per whatsapp | 90 | 8 | 1,06 € |
| whatsapp recruiting | 50 | 18 | 15,35 € |
Beide Begriffe sind klein, „bewerbung per whatsapp“ ist mit KD 8 leicht. Der geschätzte Klickpreis für „whatsapp recruiting“ liegt mit 15,35 € sehr hoch.
Einrichtung
- Ein geschäftliches Gerät mit eigener Nummer nutzen und private mit geschäftlichen Kontakten nicht vermischen. Das empfiehlt der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz.
- WhatsApp Business einrichten: Betriebsprofil, Begrüßungsnachricht bei Gesprächsbeginn und Antwort bei Abwesenheit, so beschreibt es der Anbieter.
- Das Telefonbuch nur mit WhatsApp-Kontakten führen oder den Zugriff von WhatsApp auf das Adressbuch sperren, laut Aufsicht Rheinland-Pfalz der größte Kritikpunkt.
- Aktuelle Version nutzen, Cloud-Backups verschlüsseln, Chat-Anhänge nicht in der Medienübersicht des Telefons speichern, das Gerät absichern.
- Den Chat auf der Karriereseite neben Formular und Telefon anbieten.
Ablauf einer Bewerbung
| Schritt | Inhalt | Wer |
|---|---|---|
| Nachricht kommt an | Begrüßungstext mit Link zur Datenschutzinformation: Zweck, Speicherdauer, Rechte, Beschwerderecht (Art. 13 DSGVO verlangt sie zum Zeitpunkt der Erhebung) | Automatisch |
| Erste Antwort | In der genannten Frist, mit Frage nach Stelle und Erreichbarkeit | Zuständige Person |
| Unterlagen | Foto oder PDF ins Bewerbungsverfahren übernehmen: Postfach oder Software | Zuständige Person |
| Chat bereinigen | Nach der Übernahme Anhänge und Chat nach festgelegter Frist löschen | Zuständige Person |
| Entscheidung | Einladung oder Absage wie bei anderen Wegen, mit denselben Speicherfristen | Betrieb |
Datenschutz kurz gefasst
- Die Aufsicht Rheinland-Pfalz nennt WhatsApp nicht von vornherein datenschutzwidrig und beschreibt Bedingungen für einen datenschutzkonformen Einsatz.
- Wer über einen Dienstleister die Business-Plattform nutzt, braucht zusätzlich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, siehe Datenschutz und AV-Verträge. Das bewerten wir hier nicht.
- Bieten Sie weiterhin Formular und Telefon an, damit niemand auf einen Messenger angewiesen ist.
- Für spätere Stellen empfiehlt die Aufsicht Niedersachsen eine informierte Einwilligung mit begrenzter Dauer, siehe Bewerbermanagement-Software.
Das ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie Einrichtung und Datenschutzinformation vor dem Start prüfen. Quellen: LfDI Rheinland-Pfalz (Seite „WhatsApp“), LfD Niedersachsen (FAQ, Stand Juli 2026), WhatsApp Business (Anbieterseite), jeweils abgerufen am 13. Oktober 2026.
Mehr zu WhatsApp im Betrieb: WhatsApp Marketing und WhatsApp-Chatbot.
Wir bauen den Weg von der Nachricht bis zur Bewerbung, mit Datenschutzinformation. Jetzt Erstgespräch vereinbaren.
