← Zurück zum Blog

Marketing für Architekten: Projektseiten, Referenzfotos, Google und Netzwerk

Marketing für Architekten: Auftragswege, Aufbau einer Projektseite, Rechte an Referenzfotos, Wettbewerbe, Google-Profil, Netzwerk und Print. Mit Berlin-Bezug.

Smartphone mit einem Anfrageformular, im Hintergrund ein Rohbau mit Gerüst auf einer Baustelle

Architekturbüros gewinnen Aufträge über Empfehlungen, Wettbewerbe und immer öfter über die Suche nach Bauaufgabe und Ort. Dieser Beitrag zum Marketing für Architekten ordnet die Auftragswege, zeigt den Aufbau einer Projektseite, was bei Referenzfotos zu klären ist und wie Google-Profil, Netzwerk und Print zusammenspielen. Danach wissen Sie, womit Sie anfangen.

Wonach gesucht wird

Quelle: SE Ranking, Deutschland, Oktober 2026; Schätzwerte.

SuchbegriffSuchen pro MonatWettbewerb (KD)
marketing für architekten509

Der Begriff selbst wird selten gesucht. Für die Akquise zählen andere Suchen: Bauherren tippen Bauaufgabe und Ort ein, etwa „architekt umbau altbau berlin charlottenburg“ oder „architekturbüro einfamilienhaus falkensee“. Darauf sollten Ihre Seiten antworten. Wie Sie solche Begriffe ermitteln, beschreibt Local SEO in Berlin.

Marketing für Architekten: Wo die Aufträge herkommen

Bevor Sie Zeit in Kanäle stecken, lohnt ein Blick auf die Wege, über die Ihre letzten zehn Aufträge gekommen sind. Die Tabelle ordnet die üblichen Wege nach dem, was sie vom Büro verlangen.

AuftragswegWer entscheidetWas das Büro dafür braucht
Empfehlung und NetzwerkFrühere Bauherren, Handwerker, Makler, BauträgerGepflegte Kontakte, ein Projekt zum Zeigen
Wettbewerbe und VergabeverfahrenPreisgericht, VergabestelleBelegbare Referenzen, aktuelles Büroprofil, Teamnachweise
Suche bei GooglePrivate Bauherren, kleine GewerbekundenProjektseiten, Google-Unternehmensprofil, Seiten je Bauaufgabe
Investoren und ProjektentwicklerGeschäftsführung, ProjektleitungReferenzen mit Eckdaten, Erreichbarkeit, persönlicher Kontakt
Fachmedien und PrintRedaktionen, Jurys, BesucherGute Fotos, kurze Projekttexte, eine Büromappe

Fast alle Wege laufen auf dasselbe hinaus: ein Projekt, das verständlich erklärt und gut fotografiert ist. Deshalb beginnt Marketing für Architekten bei den Projekten, nicht bei Anzeigen. Unsere Leistung für die Branche: Architektur und Planung.

Ausgedruckte Projektfotos liegen zum Sortieren auf einem Holztisch, daneben Notizblock, Stift und ein Maßband
Die Auswahl der Referenzfotos ist der erste Schritt: Pro Projekt bleiben wenige Bilder übrig, die Aufgabe und Lösung zeigen.

Projektseiten statt Galerie

Viele Architekten-Websites zeigen eine Bildergalerie ohne Text. Bauherren und Google erfahren so nicht, welche Aufgabe gestellt war und wie das Büro sie gelöst hat. Eine Projektseite braucht feste Bausteine.

  • Aufgabe und Ausgangslage: Was wollte der Bauherr, was war der Bestand, welche Vorgaben galten (Denkmalschutz, Bebauungsplan)?
  • Entscheidungen: zwei oder drei Entscheidungen, die das Projekt geprägt haben, und warum.
  • Eckdaten: Bezirk oder Ort, Bauaufgabe, Fertigstellung, übernommene Leistungsphasen nach HOAI, Beteiligte mit deren Einverständnis.
  • Bilder und Pläne: fünf bis zehn Fotos, ein Grundriss oder Schnitt, ein Vorher-Bild bei Umbauten.
  • Nächster Schritt: Link auf die passende Leistungsseite und auf das Kontaktformular.

Prüfkriterium: Jemand, der das Projekt nicht kennt, kann nach einer Minute sagen, worum es ging und was das Büro geleistet hat. Sortieren Sie Projekte nach Bauaufgabe, etwa Umbau, Neubau, Sanierung im Bestand, Gewerbe. Wie Seitenbaum und Texte zusammenkommen, erklärt die Seite Website-Konzept: Struktur und Texte; Formulierungshilfe gibt der Beitrag Website-Texte schreiben.

Referenzfotos: Qualität und Rechte

Das Foto entscheidet, ob ein Projekt wirkt. Handyfotos vom Baustellentag reichen für einen Beitrag im Google-Profil, nicht für die Projektseite; dafür lohnt ein Fototermin nach Fertigstellung bei Tageslicht. Vor der Veröffentlichung sind drei Dinge zu klären.

  1. Nutzungsrechte am Foto: Die Fotografin oder der Fotograf räumt die Nutzung für Website, Print, Social Media und Wettbewerbe schriftlich ein.
  2. Einverständnis des Bauherrn: Darf das Projekt mit Ort, Namen oder Innenaufnahmen gezeigt werden? Bei Wohnhäusern genügt oft der Bezirk ohne Adresse.
  3. Personen: Fotos ohne erkennbare Personen, sonst braucht es deren Einwilligung.

Werke der Baukunst sind urheberrechtlich geschützt (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG); Fotos von Gebäuden, die bleibend an öffentlichen Wegen stehen, dürfen nach der Panoramafreiheit (§ 59 UrhG) vom öffentlichen Raum aus angefertigt und verwertet werden, für Innenaufnahmen gilt das nicht. Quelle: Urheberrechtsgesetz, Stand 2. November 2026. Das ist keine Rechtsberatung.

Legen Sie je Projekt einen Ordner mit freigegebenen Bildern, Nutzungsvertrag und Freigabe des Bauherrn an; Website, Broschüre und Wettbewerbsmappe nutzen dann denselben Stand. Welche Bilder sich für das Google-Profil eignen, zeigt der Beitrag Fotos im Google-Profil auswählen.

Wettbewerbe und Vergabeverfahren

Auch ohne Preis entsteht bei einem Wettbewerb Material: Entwurf, Pläne, Visualisierungen, eine Haltung zur Bauaufgabe. Zeigen Sie Beiträge als eigene Kategorie mit Platzierung, Auslober und Jahr; laufende Verfahren listet unter anderem die Architektenkammer Berlin. Bei Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung zählen belegbare, passende Referenzen (Quelle: VgV, Stand 2. November 2026); eine gepflegte Projektdatenbank speist Bewerbung, Website und Büromappe. Das ist keine Rechtsberatung.

Google: Profil und Suche nach Bauaufgabe und Ort

Private Bauherren und kleine Gewerbekunden suchen bei Google. Zwei Dinge zählen dort: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und Seiten, die auf Bauaufgabe und Ort antworten. Das Profil braucht Adresse, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos von Projekten und Büro sowie Bewertungen echter Auftraggeber; ein Büro, das Kunden vor Ort betreut, kann zusätzlich ein Einzugsgebiet angeben (Quelle: Google-Richtlinien für Unternehmensprofile, Stand 2. November 2026). Die Schritte stehen im Beitrag Google-Unternehmensprofil optimieren.

Für die Website gilt: eine Seite je Bauaufgabe, die das Büro wirklich anbietet, etwa Umbau im Altbau, Dachgeschossausbau, Einfamilienhaus, Gewerbebau, Denkmalschutz. Jede Seite verlinkt passende Projekte. In Berlin unterscheiden sich die Anfragen nach Lage: In Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow geht es oft um Altbau, Dachgeschoss und Hofgebäude; aus dem Umland, etwa aus Falkensee, Bernau oder Potsdam, kommen eher Neubau und Anbau am Einfamilienhaus. Grundlagen dazu auf unserer Seite SEO.

Aufgeklappter Laptop mit einem Seitenlayout auf einer Werkbank zwischen Holzresten und Werkzeug in einer Modellbauwerkstatt
Leistungsseiten je Bauaufgabe entstehen dort, wo die Projekte sind: mit Plänen, Modellen und den Fragen aus dem Erstgespräch.

Netzwerk, Print und Fachmedien

Empfehlungen lassen sich pflegen, ohne dass es nach Werbung aussieht.

  • Nach Fertigstellung: Bauherr, Handwerker und Fachplaner bekommen die Fotos und den Link zur Projektseite. Wer Fotos weitergibt, wird weiterempfohlen.
  • Tag der Architektur: Die Architektenkammern laden jährlich zu Besichtigungen ein; ein geöffnetes Projekt bringt Gespräche aus der Nachbarschaft.
  • Partner mit demselben Kunden: Immobilienmakler, Bauträger, Energieberater, Statiker, Bauunternehmen.
  • LinkedIn für Gewerbe- und Investorenkunden: Projektfortschritte und Entscheidungen, mit eigenen Bildern.
  • Print: eine Büromappe mit fünf Projekten für Erstgespräche und Vergabeverfahren.

Print und Website tragen dieselbe Gestaltung: Schrift, Farben, Bildsprache, Logo. Was dazu gehört, steht auf den Seiten Branding und Imagebroschüre, vertieft im Branding-Guide für Berlin. Fachmedien brauchen Fotos mit Nutzungsrecht, Projektdaten und einen kurzen Text; wer die Projektseite sauber hat, hat die Unterlagen schon.

Reihenfolge für das erste Halbjahr

  1. Auftragsliste der letzten zwei Jahre durchgehen, je Auftrag den Weg notieren. Prüfkriterium: Die drei stärksten Wege sind benannt.
  2. Fünf Projekte auswählen, die das Büro künftig häufiger machen will, Fotos und Freigaben klären. Prüfkriterium: Bilder, Nutzungsrecht und Freigabe liegen je Projekt im Ordner.
  3. Je Projekt eine Projektseite nach den Bausteinen schreiben. Prüfkriterium: Aufgabe, Entscheidungen, Eckdaten und nächster Schritt sind da.
  4. Google-Unternehmensprofil vervollständigen, erste Bewertungen erbitten. Prüfkriterium: keine leeren Felder, Fotos aus eigenen Projekten.
  5. Leistungsseiten je Bauaufgabe anlegen und mit Projekten verlinken. Prüfkriterium: Jede angebotene Bauaufgabe hat eine Seite mit mindestens einem Projekt.
  6. Büromappe aus denselben Inhalten ableiten und Partnern vorstellen. Prüfkriterium: Mappe und Website nennen dieselben Projekte und Angaben.
  7. Nach sechs Monaten Anfragen nach Weg auszählen und mit Schritt 1 vergleichen. Prüfkriterium: Sie wissen, welcher Weg Anfragen bringt.

Wie Projekt-, Leistungs- und Ortsseiten zusammenhängen, zeigt Interne Verlinkung aufbauen; den gleichen Weg für Ihre Partner aus dem Handwerk beschreibt Marketing für Handwerker.

Typische Fehler

  • Galerie ohne Text: Bilder ohne Aufgabe, Ort und Leistung, die niemand einordnen kann.
  • Fotos ohne geklärte Rechte: Bilder von Fotograf oder Bauherr werden genutzt, ohne dass der Umfang schriftlich vereinbart ist.
  • Alles auf einer Seite: Umbau, Neubau, Gewerbe und Innenarchitektur in einem Absatz, dadurch keine Antwort auf eine konkrete Suche.
  • Kontaktformular ohne Fragen nach Bauaufgabe, Ort und Zeitrahmen; das Erstgespräch beginnt bei null.
  • Büromappe und Website widersprechen sich bei Jahreszahlen oder Projektnamen.

Eine Website, die das trägt, muss schnell laden und Bilder groß zeigen, auch auf dem Smartphone. Wie wir das aufbauen, steht auf unserer Seite Webdesign.

→
Projekte zeigen, Anfragen bekommen

Wir bauen Projektseiten, Leistungsseiten je Bauaufgabe und das Google-Profil für Ihr Büro in Berlin und Brandenburg. Jetzt Erstgespräch vereinbaren.

Gespräch vereinbaren →

Häufige Fragen

Brauchen Architekten Google Ads?›
Für private Bauherren können Anzeigen auf Bauaufgabe und Ort funktionieren, etwa für Dachgeschossausbau in einem Bezirk. Vorher sollten Projektseiten und Leistungsseiten stehen, sonst landet der Klick auf einer Galerie ohne Antwort. Für Investoren und Vergabeverfahren sind Anzeigen selten der Weg.
Wie viele Projekte gehören auf die Website?›
Lieber fünf vollständig beschriebene Projekte als dreißig Bilder ohne Text. Wählen Sie die Projekte, die Sie künftig häufiger machen wollen, und ergänzen Sie jedes Jahr die, die diese Richtung belegen.
Darf ich ein privates Wohnhaus als Referenz zeigen?›
Nur mit Einverständnis des Bauherrn. Üblich ist die Nennung des Bezirks oder Orts ohne Adresse und ohne Namen, mit Außen- und Innenaufnahmen nach Absprache. Halten Sie die Freigabe schriftlich fest. Das ist keine Rechtsberatung.
Lohnt sich Social Media für ein kleines Büro?›
Für Gewerbe- und Investorenkunden kann LinkedIn sinnvoll sein, für private Bauherren eher ein gepflegtes Google-Profil mit Beiträgen. Ein Kanal, der regelmäßig bespielt wird, ist mehr wert als drei, die nach zwei Monaten einschlafen.
Was zuerst: Website oder Google-Profil?›
Beides lässt sich parallel beginnen. Das Profil ist an einem Nachmittag vollständig, die Projektseiten brauchen Fotos und Freigaben. Starten Sie mit dem Profil und arbeiten Sie die Projektseiten in der Reihenfolge aus dem Beitrag ab; die Leistung Webdesign begleitet das auf Wunsch.
Passende Leistungen
Passende Branchen
Weitere Artikel

Bereit,
loszulegen?

Kostenlose Strategie-Session — wir analysieren gemeinsam, was für Ihr Business den größten Unterschied macht.

Kostenlos · Unverbindlich · 30 Minuten

🏆
0+
Jahre Erfahrung
⭐
0.0
Ø Google-Bewertung
WhatsApp
Hohen Neuendorf · 52.658° N