Gewerbe- und Landwirtschaftsdächer sind große Projekte mit wenig Wettbewerb pro Ansprache, aber sie kommen selten über die klassische Anfrage herein. Hier lohnt die gezielte Direktansprache. Dieser Artikel zeigt, wie Sie geeignete Betriebe finden, einen Aufhänger entwickeln, passende Kanäle wählen und dabei die rechtlichen Grenzen beachten.
Eignung zuerst prüfen
- Eigentum am Gebäude oder klarer Entscheider (Eigentümer, Betreiber, Pächter)
- Dachfläche, Dachzustand und Ausrichtung
- Stromverbrauch und Lastprofil: Wer tagsüber viel Strom braucht, kann viel selbst nutzen
- Anschlusssituation und Platz für Technik
Eine erste Einschätzung lässt sich oft aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Karten und Firmenverzeichnissen gewinnen. Die Prüfung vor Ort bleibt unerlässlich.
Der Aufhänger: Nutzen vor Technik
Betriebsinhaber interessiert zuerst, was sich für ihr Unternehmen ändert: Stromkosten, Planbarkeit, Unabhängigkeit, Nachhaltigkeitsziele. Ein guter Einstieg ist eine kurze, konkrete Einschätzung, etwa „Ihr Hallendach bietet Platz für eine Anlage, die einen Teil Ihres Tagesverbrauchs deckt. Wir zeigen Ihnen in 20 Minuten, was das für Sie bedeutet.“ Das Angebot einer unverbindlichen Dachanalyse ist leichter anzunehmen als ein Angebotsgespräch.
Kanäle und rechtliche Grenzen
| Kanal | Stärke | Rechtlicher Hinweis |
|---|---|---|
| Brief | Wird gelesen, wirkt persönlich | Grundsätzlich möglich; Datenschutzinformation und Widerspruchsmöglichkeit beachten |
| Schnell, skalierbar | In der Regel ist auch im B2B eine Einwilligung nötig | |
| Telefon | Direkt, klärt Fragen | Im B2B nur bei mutmaßlicher Einwilligung; Verbraucher dürfen nicht kalt angerufen werden |
| LinkedIn und persönliche Netzwerke | Entscheider erreichen | Plattformregeln und Datenschutz beachten |
| Verbände und Empfehlungen | Vertrauen, hohe Antwortquote | Kein besonderes Risiko, braucht Beziehungsarbeit |
Die Hinweise sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Klären Sie Ihre Ansprache vorab mit einer Fachperson für Wettbewerbs- und Datenschutzrecht.
Ein Ablauf, der funktioniert
- Zielliste nach Eignung zusammenstellen (Region, Branche, Dachfläche)
- Persönliche Ansprache vorbereiten: ein bis zwei Sätze zum konkreten Dach oder Betrieb
- Erster Kontakt per Brief oder über Netzwerk, danach Rückfrage
- Dachanalyse oder Vor-Ort-Termin anbieten
- Angebot erstellen und strukturiert nachfassen (Angebote nachfassen)
Für größere Projekte lohnt eine eigene Seite mit Referenzen aus Gewerbe und Landwirtschaft, damit Interessenten, die Sie ansprechen, Belege finden (Photovoltaik Leads). Mehr zur Ansprache per E-Mail: Cold E-Mail.
Wir entwickeln mit Ihnen Seiten, Ansprache und Abläufe für große Dachprojekte.
